Kyudo ...

ist eine japanische Kunst des Bogenschießens. Vordergründig betrachtet, muß der Pfeil mit Geschick ins Ziel geschossen werden. Doch Kyudo ist eine Kunst der Selbstversenkung, Philosophischer Hintergrund ist die Einheit von Körper, Geist, Seele und Natur. In meist jahrelanger Arbeit wird das "te-no-uchi" geübt, das richtige Halten des Bogens in den Händen.

 

Natürliche Autorität

Thomas Kabierschke trägt sein Lebensmotto am Handgelenk. Dort befindet sich eine Armbanduhr, japanische Schriftzeichen zieren das Zifferblatt. Ihre Übersetzung lautet: "Selbstverbesserung ist eine niemals endende Aufgabe."

Als Verhandlungsspezialist Kindesentführung gelöst
So liest sich denn auch der Lebenslauf des heute 38jährigen aus dem norddeutschen Wildeshausen: Nach dem Abitur 1980 Ausbildung zum Polizeibeamten in Bremen, bis 1989 Dienst bei der Kriminalpolizei. Dort war Kabierschke auch Mitglied der Spezialeinheit "Verhandlungsgruppe”, die 1988 eine spektakuläre Kindesentführung löste. Von der rauhen Wirklichkeit begab er sich in den Elfenbeinturm Universität und beendete dort den Studiengang Psychologie mit Diplom. Kabierschke: "Schwerpunkt des Studiums war Arbeits- und Organisationspsychologie." Nach zwei Jahren freiberuflicher Tätigkeit als Trainer in einer psychologischen Unternehmensberatung engagierte ihn SQT (Siemens Qualifizierung und Training) als Qualifizierungsberater. Seine wichtigsten Arbeitsgebiete: Gruppen- und Einzelcoachings, Moderation von Führungsgesprächen, Trainings in den Themenfeldern Konfliktlösungsstrategien, KVP (zusammen mit Rainer Birkholz), Persönlichkeitsentwicklung, Streß, körperliche Fitneß und mentales Training.

Persönlichkeitsentwicklung als Lieblingsthema
Das Lieblingsthema von Thomas Kabierschke ist Persönlichkeitsentwicklung und dabei das Coaching der "natürlichen Autorität". Die sei vielfach erlern- und kultivierbar, meint der SQT-Experte: "In jedem Menschen gibt es eine dominante und eine integrative Seite. Je mehr sich beide Teile die Waage halten, desto stärker ist die natürliche Führungspersönlichkeit eines Menschen." Und die sei im Arbeitsleben besonders wertvoll: "Dann vollziehen sich Arbeitsprozesse in Abteilungen automatisch, ohne daß der Chef eingreifen muß," meint Kabierschke. "Eine gute Voraussetzung dafür ist das Erlernen und Beherrschen asiatischer Kampfkunst." Er selbst trainiert Karate, trägt den 3. Dan (Schwarzer Meistergurt) und im Kyudo, dem japanischen Bogenschießen, den 2. Dan. Kabierschke nennt das "KVP am eigenen Leib."

   
Detaillierter Lebenslauf
Artikel erschienen November 1997 im SQT-"Qualifier"
   
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