Befreiung erhält man nicht von außen
Man erlangt sie selbst.


--- Dalai Lama

 




Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,


da sind wir wieder, aufgetaucht zwischen vielen Umzugskartons.
Wir improvisieren noch, aber es wird täglich besser!
Bei solchen Gelegenheiten finden sich oft Dinge ein, die man lange nicht gesehen hat - im körperlichen wie auch im übertragenen Sinn. Beim Umzug habe ich auch eine Geschichte gefunden, die wunderbar für den heutigen Newsletter passt.

Ich möchte sie allen Leserinnen und Lesern widmen, die momentan etwas verwirrt und verunsichert sind, die nicht wissen, warum ihnen bestimmte Dinge widerfahren. Die Geschichte heißt:

Der Pfad der Weisheit

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Meine Mutter war eine gute Frau. Für mich war sie die weiseste Person auf der ganzen Welt. Also fragte ich sie eines Tages - ich war vielleicht sechs oder sieben -, wie ich so weise wie sie werden könne. Sie brach in Lachen aus und meinte, ich sei noch reichlich jung für eine solche Frage. Aber, sagte sie, da ich nun gefragt hätte, würde sie auch antworten.
   

Das Leben ist wie ein Pfad, sagte sie und lächelte zu mir herunter, und wir müssen alle diesen Pfad entlangwandern.

Wenn wir uns hinlegen, liegen wir sogar auf dem Pfad. Und jeden Morgen müssen wir aufstehen und unseren Weg auf diesem Pfad fortsetzen.

Beim Gehen werden wir immer wieder Erfahrungen wie kleine Papierschnipsel vor uns liegen sehen. Wir müssen diese Papierschnipsel aufheben und in die Tasche stecken. Jedes Stück Papier, auf das wir stoßen, sollte in die Tasche gesteckt werden. Dann eines Tages können wir diese Stücke zusammensetzen, und wenn wir schon genügend davon haben, ergeben sie einen Sinn. Lies die Information und bewahre sie im Herzen.Dann stecke die Papierschnipsel wieder in die Tasche und gehe weiter, denn es werden noch mehr auf dem Weg liegen.

Später kannst du sie dann wieder herausnehmen und vielleicht ein wenig mehr lernen. Wenn wir das unser ganzes Leben lang tun, wissen wir, zu welcher Zeit wir die Schnipsel herausnehmen und mehr der Botschaft lesen sollen. Je mehr wir lesen, desto mehr begreifen wir den Sinn des Lebens. Wir können weise werden - oder zumindest weiser als wir zuvor waren. Aber wenn wir nie diese Papierschnipsel aufheben und sie nie lesen, werden wir nie weiser werden. Das Leben wird uns immer ein Rätsel bleiben, und wir werden nie die Weisungen des Schöpfers erfahren. Doch vergiß eines nicht: selbst wenn wir alle diese Schnipsel aufheben, haben wir nicht ausgelernt. Niemand kennt alle Antworten...

aus dem Buch: Hüter der Erde - Begegnungen mit den Indianern Nordamerikas

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Denkfragen

  • Welche Schnipsel konntest du für dein Leben schon zusammentragen?
  • Hast du vielleicht sogar schon Konsequenzen daraus gezogen?
  • Kannst du - mehr oder weniger - gelassen den Pfad des Lebens gehen, ohne zu wissen, ob du den entscheidenden Schnipsel jemals finden wirst?

Wenn du händeringend auf der Suche nach Antworten bist, dann lehne dich einen Moment lang zurück. Nimm einen tiefen Atemzug und schließe die Augen...

Du kannst sicher sein, dass der nächste Schnipsel irgendwo herum liegt.
Du wirst ihn finden. Auch der Sturm Kyrill hat viel herum gewirbelt und in Bewegung gebracht.

Achte auf Aha-Erlebnisse in der nächsten Zeit!
Und wenn du magst, dann schreib uns...


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Buchtipp: Bücher von Wolf-Dieter Storl

Wolf-Dieter Storl Wir haben - eher zufällig - eine Fernsehsendung über Wolf-Dieter Storl gesehen und waren fasziniert. Ein Blick auf die Liste der Bücher, die der Mann mit dem ungewöhnlichen Lebenslauf geschrieben hat, ist beeindruckend.
   

Er sagt: mein Geschenk an die Welt sind meine Bücher. Wir haben uns eins geholt und können nur bestätigen: ja, der Mann hat Ahnung von dem, was er schreibt. Und dabei hebt er sich in sehr angenehmer Weise von anderen eher flachen und pseudo-esoterischen Autoren ab. Der wissenschaftliche Hintergrund ist spürbar. Und gleichzeitig auch die tiefe Verbindung zur Natur und den "unsichtbaren Dingen".
Wahrlich ein Geschenk!

Mit Pflanzen verbunden

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Kunst hilft heilen

Mosambikanische Künstler schweißen aus Bürgerkriegswaffen Skulpturen und verarbeiten so ihre schrecklichen Erfahrungen. (Mehr dazu auf den Seiten von 3sat/kulturzeit)

Die meisten von uns haben weniger dramatische Erlebnisse zu bewältigen, und auch hier sind kreative Beschäftigungen immens wertvoll. Sie bringen uns zur Ruhe, lenken ab - oder führen uns über die Motive, mit denen wir uns beschäftigen, zu den Themen, die für unsere persönliche Entwicklung wichtig sind.

Wer sich einmal etwas intensiver mit dem "Bild hinter dem Bild" und mit sich selbst beschäfigen will, ist herzlich eingeladen zum dreiwöchigen Online-Workshop

Warum fotografieren
der am 1. März startet.

Fragen dazu beantwortet Jacqueline gerne persönlich.
Weitere Infos

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Und dann war da noch...
Michael Ende, der sagte:

Alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so verloren wie die Farben eines Regenbogens für einen Blinden oder das Lied eines Vogels für einen Tauben.

Wir wünschen ein schnipselreiches Wochenende mit tiefer Verbundenheit und ganz viel Herz!

Jacqueline & Thomas

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Der Lebenskunst-Newsletter ist die Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
ISSN 1617-7282

 

Er ist ein gemeinsamer Service von

www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de

und erscheint 8-10 x im Jahr mit kurzen Zitaten,

Gedankenimpulsen, TV-Tipps, Aufgelesenem, Humor und/oder Buchtipps.

Weiterleitung ist erwuenscht. Unsere Texte duerfen ohne Rueckfrage

verwendet und zitiert werden, wenn der Lebenskunst-Newsletter als

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