In der Beschränkung
zeigt sich erst der Meister.


--- Johann Wolfgang v. Goethe

 




Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

 

Beim Wort Beschränkung hast du vielleicht Assoziationen von Einschränkung, von Mangel und Knappheit. Oder du denkst an jemanden, der "beschränkt" ist, also nicht über seine vollen Geisteskräfte verfügt; jemand der nicht weit genug denken kann oder gar behindert ist.

 

Aber was bedeutet "behindert sein"? Für viele erscheint es wie eine unerträgliche Bürde, ein allzu hartes Los. Wenn wir genauer hinschauen, können wir aber auch entdecken, dass manche Menschen erst durch eine massive Einschränkung ihr wahres Potenzial entdeckt haben!

 
Blütenpracht in der Botanika Bremen
Das Foto stammt diesmal von Jens Neugebauer
   

Die Beschränkung aufs Wesentliche ist etwas, das uns schwer fällt. Wir sind umgeben von so vielen Reizen, von so vielen Verführungen und Verlockungen, dass eine Einschränkung als schmerzlicher Einschnitt empfunden wird.

 

Jeder, der diesen Newsletter liest, weiß "eigentlich", dass es die kleinen Momente sind, die großes Glück bedeuten. Und trotzdem tappt jeder von uns immer wieder mal in diesen Napf der Unzufriedenheit hinein: Ich hätte aber doch so gern...! Ja, das ist so. Und es ist ganz normal. Kein Grund zur Beunruhigung. Kein Grund, sich zu ärgern. Schau es dir einfach an. Und schau, wie es wieder verschwindet. Ja: die Unzufriedenheit verschwindet - so wie sie gekommen ist ;-)

 

Unsere Konsumgesellschaft baut darauf, dass wir ihren Verlockungen immer wieder erliegen, dass wir kaufen, konsumieren und das Spielchen von A-Z mitspielen. Wer dazu nicht in der Lage ist, empfindet diesen Schmerz - nicht dazu zu gehören, sich nichts leisten zu können. Aber so lange wir nur auf diesen Schmerz schauen, halten wir ihn fest - länger als nötig. Und wir leiden. Wenn es allen gleich gut oder gleich schlecht geht, leidet der Einzelne nicht so sehr. In einer Welt, in der manche viel und andere wenig haben, wird mehr gelitten. Wir gehen dann davon aus, dass die äußeren Umstände unser Leid verursachen - aber in Wirklichkeit entsteht das Leiden erst durch unser Denken.

 

Wenn du etwas nicht bekommen kannst, wie reagierst du?

  • Wirst du traurig, depressiv?
  • Ärgerlich, wütend?
  • Resignierst du? oder
  • Suchst du nach Möglichkeiten, deine Situation zu verbessern?

Es gibt noch eine weitere Option, die kein aktives Handeln erfordert: Schau dir deinen Schmerz an, deine Traurigkeit, deine Wut, deine Verzweiflung. Erlaube dir, sie zu spüren. Und wenn du ihr in die Augen schaust, beobachte was passiert. Du wirst merken, wie sie sanfter wird, milder - und wie sie sich schließlich auflöst - wie eine Wolke am Sommerhimmel.

 

Wenn du das Gefühl hast, dass sich am Himmel über deinem Haus die Wolken ständig versammeln, um ein ordentliches Donnerwetter oder gar Dauerregen zu verursachen, dann frage dich: welchen Vorteil haben diese düsteren Wolken? Welchen vielleicht unbewussten Nutzen ziehst du aus ihrem Vorhandensein, aus dem Leid, das sie verursachen?

 

Und wenn du den Nutzen erkannt hast, dann frage dich: Kannst du auf dein Leid verzichten?

 

Wir wünschen Dir einen harmonischen Wochenausklang
mit interessanten neuen Entdeckungen!


Jacqueline & Thomas

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Nach dem Umzug der Site ist die Rubrik Gesundheit-Fitness-Schönheit inzwischen wieder online. Neu hinzugekommen sind einige Grußkartenmotive...

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Und dann war da noch...

Laotse, der sagte

Der Reifen eines Rades wird von den Speichen gehalten.
Doch das Leere darin ist das Sinnvolle beim Gebrauch.

Aus nassem Ton werden Gefäße geformt.
Jedoch die Leere darin ermöglicht erst das Füllen der Krüge.

Aus Mauern, durchbrochen von Türen und Fenstern, baut man ein Haus.
Aber der Leerraum, das Nichts macht es erst bewohnbar.

So ist das Sichtbare zwar von Nutzen, doch das Wesentliche bleibt unsichtbar


Danke für deine Aufmerksamkeit!

Jacqueline & Thomas

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Der Lebenskunst-Newsletter ist die Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
ISSN 1617-7282

 

Er ist ein gemeinsamer Service von

www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de

und erscheint 8-10 x im Jahr mit kurzen Zitaten,

Gedankenimpulsen, TV-Tipps, Aufgelesenem, Humor und/oder Buchtipps.

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