Wir leben im Überfluss. Aber die Menschen schaffen es nicht,
mit dieser neuen Wirklichkeit klarzukommen.
Sie sind in einem Erfahrungsgefängnis.


  --- Götz Werner

 




Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

Hier einige Feedbacks,
die wir von unseren Lesern
nach dem letzten Rundbrief
erhalten haben. Wir lassen sie ganz bewusst unkommentiert so stehen, wie sie sind. Vielleicht gibt es auch Feedbacks zu den Feedbacks?

Die Namen sind der Redaktion bekannt, wir veröffentlichen die Beiträge aber alle anonymisiert.

 
   

F.S. schreibt:

 

Fiktiv und gradlinig (individuell) gedacht, damit dieses Gesellschaftsmodell nicht ausufert bzw. durch Berücksichtigung von Kausalitäten zu kompliziert wird:

Das Modell ist mir nicht fern, wurde es nicht auch bereits kontrovers in der Politik diskutiert?

Ich hätte Herrn Götz Werner er zur Linken gesteckt, aber wie ich im Internet nachlesen konnte, steht er wohl ehr der SPD nahe, für einen solchen großen Unternehmer ein feiner Zug.

Also…

Ich wüsste sofort was ich machen würde, für den Rest des Jahres. Eine Frage möchte ich aber vorher klären, mein Verdienst ist derzeit höher als die 1500 EUR. Während mein Vermieter nach wie vor Mörderkohle für Mördermieten in München zusätzlich kassieren würde, könnte ich fürs erste nicht auch mehr dazu verdienen??? (sorry, ich bin nicht konzeptfest, wie sich leicht schlussfolgern lässt)

Nun, ich mache derzeit eine berufsbegleitende Weiterbildung, neben dem Job und einer ehrenamtlichen Tätigkeit bin ich nun wirklich an die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit gestoßen. Ich würde mich sofort mit dem Geld, unabhängig von Job zumindest, ausschließlich erst mal nur um die Weiterbildung kümmern, um einen sehr guten Abschluss zu erzielen und das Wissen wirklich auch intensiv zu studieren.

Danach, könnte ich mir ein Studium vorstellen, in dem ich mich verschiedensten Wissensbereichen, Wissenschaften näheren würde.

Dieses Wissen möchte ich gern weiterhin in meiner beruflich Funktion anwenden, auf der anderen Seite in die ehrenamtlich Tätigkeit einfließen lassen. Mir macht Kommunikation sehr viel Freude und der Umgang mit Menschen. Hier sind „soft skills“ einfach unumgänglich und nützlich für jedermann. Die Frage bleibt, kann ich mir von 1.500 Euro noch den Lenbensstil leisten, der er nun mal heuer kostet. Reisen möchte ich, meine Freunde in Kuba regelmäßig besuchen, wo ich auch ein Patenkind gerne öfter im Jahr besuchen kommen würde. Spanisch lernen, Sprachen…

Das wäre mein Traum, müsste halt möglich sein.

So, so bin ich, egozentrisch und konkret.

Lieber Gruß und schöne Pfingsten!


M.S. schreibt:

Hallo Ihr Lieben!

Die Idee Einkommen und Arbeit zu trennen, finde ich gar nicht als
Spinnerrei.
Ich arbeite in einem Sozialem Beruf und da ich nichts meßbares
produziere, ist womöglich ein Grund, dass ich nicht soviel verdiene und
nicht soviel spenden kann für Menschen die ärmer dran sind als ich.

Ich habe mir diesen Beruf ausgesucht und will mich nicht beklagen.
Ich habe meinen Traumjob in dem ich meine Erfüllung finde.
Ich sehe meine Aufgabe darin kranken und verzweifelten Kindern zu helfen
besser damit klarzukommen bzw. die Bindung der Familie zu stärken, damit
die das Familienmitglied stärken können und umgekehrt.

Wie schlecht oder besser oder wie gut es Menschen geht die Hilfe bekamen
ist nicht meßbar.
Ich werde nicht für meine Taten bezahlt die Gutes vollbracht haben-ich
werde dafür bezahlt dass ich im öffentlichen Dienst arbeite.

Auch wenn ich gerne mehr arbeiten würde, geht das nicht, weil der
öffentliche Dienst Mehrarbeit nicht mehr bezahlt-gar nicht zulässt.
Dabei spielt Leistung keine Rolle.

Theoretisch könnte ich auch weniger tun und meine Bequemlichkeit
pflegen. Ich würde das selbe Geld kriegen.
Da das jedoch keine Erfüllung für mich ist, kann und will ich das nicht.

Es wird jedoch so getan als ob mehr Hilfe damit es anderen besser geht,
gar nicht nötig ist.
Ein Zusatzverdienst ist Dankbarkeit von Kindern und Familien denen ich
geholfen habe-nur leider kann ich davon keine Lebensmittel-Wohnung und
Kleidung bezahlen, wie denen denen ich helfe auch nicht, wenn Ihnen das
Geld fehlt.
Liebevoller Umgang macht sie zufriedener und glücklich aber davon werden
sie auch nicht satt.
Ich kenne eine Familie die sich rührend um ihre vier Kinder kümmert
wovon zwei behindert sind. Sie haben viele Rennerreien zu Ärzten und
Therapeuten und wenig Schlaf-was auch harte Arbeit ist-jedoch werden sie
für diese harte Arbeit nicht bezahlt.
Vielen Menschen würde es besser gehn-wenn sie immer auf ein Einkommen
bauen könnten-wären sie gestärkt und könnten mehr tun als sie es bereits
tun.
Von wegen das ist unrealisierbar bin ich der Meinung dass alles geht was
Gut ist-wenn man es nur will.
Es ist scheint immer leichter zu sein Gründe zu finden um Keine
Möglichkeiten zu finden dass alle gleichberechtigt sind und es allen
besser geht aber es scheint nur so und der Schein trügt oft.
Theoretisch kann eine Hummel auch nicht fliegen-weil ihr Körpergewicht
zu gross ist für ihre Flügel und trotzdem fliegt die Hummel!
Der Grund ist dass die Hummel nicht weiss was nicht geht und sie
eigentlich nicht kann. Genau darum kann sie was theoretisch nicht
möglich ist.
Praktisch ist viel mehr möglich als theoretisch geht.
Das ist meine Überzeugung und dafür habe ich viele Beispiele erlebt.
Es geht viel wenn man es nur versucht und daran glaubt dass es geht.


 

S.E. schreibt

Hallo,
und danke für den interessanten Beitrag. Ich habe mich unglaublich gefreut, dass es in dieser Hinsicht noch mehr Menschen gibt, die die Zukunft an einem alternativen Wirtschaftsystem sehen. Eine tolle Seite, auch zum Mitmachen, gibt es hier www.joytopia.net
Viele Grüße


B.P. schreibt

Liebe Jacqueline,

ich habe mit Herrn J. über den letzten Newsletter diskutiert. Er lebte in Serbien im Sozialismus. Ich glaube im Ganzen fand er es gut.

Auch ich lebte in Israel im sozialistischen Kibbutz. Die Mitglieder formten schon in England eine Gemeinschaft. Alle hatten so eine gewisse Reife, die der Mehrzahl der Deutschen fehlt. Im kleinen Kreis ja. Sonst nicht.

Stoppt die Massenproduktion! Stoppt die Verdummung durch die Medien!
Ihre
B.P.


Liebe Jacqueline und Thomas,
Paar Gedanken von mir:

es ist immer diese Einstellungs-Frage: Arbeit soll sinnvoll sein, und es ist gut zu arbeiten

man spricht viel über Arbeitslosigkeit aber nie über die Sachen, die uns durch Arbeit schädigen - DIE ERDE eine Einheit(Menschen Tiere und Pflanzen)

Überproduktion, Umwelt Verschmutzung --usw--- Autos, Baustelle die grüne Fläche zerstören um eine sinnlose neue Bürofläche zu schaffen, endlose Autobahnen, Skilifte, Flugzeuge - der G8 Mensch sollte ein bisschen kürzer treten!

Keine Mechanismen, die Abhängigkeit erzeugen sondern die Unabhängigkeit zu exportieren...........

Was ist das Geld? Ein Unterdruckungsmittel? oder Energie?

Wenn man sich gegenseitig unterstützt braucht man Geld überhaupt nicht.

Viele liebe Grüsse
M.

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