Was immer du tun kannst,
oder wovon du träumst, es tun zu können,
fange es an.
Kühnheit birgt Genie, Kraft und Zauberei.


  --- Johann Wolfgang von Goethe

 




Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

Sprüche wie den obigen zu lesen, ist immer so motivierend.
Ja, sagst du, ich schaffe das!

Und du legst los. Und dann kommen die ersten Hindernisse. Und was tust du?

Viele Menschen geben auf, bevor sie überhaupt angefangen haben. Sie lassen sich schon vom Gedanken an Hindernisse abschrecken und verharren im Nichtstun.

 
Angeborener Überlebenswille
   

Andere sind mutiger. Sie gehen voran, überwinden viele Hindernisse, fühlen sich stark und erfolgreich. Aber irgendwann kommt für jeden ein Hindernis, das unüberwindlich erscheint.

 

Es ist genau diese Qualität von Hindernissen, die uns reifer werden lässt.

In den Motivationstexten heißt es immer so schön: wir wachsen an unseren Herausforderungen. Wir sollten Hindernisse begrüßen, uns über sie freuen.

 

Und? Schaffst du das? Oder ist deine erste Reaktion auch erst einmal ein saftiger Fluch, eine Verwünschung, ein Zetern und Murren, ein Sich-Drehen und Verzweifelt-Sein?

 

Wir reden noch nicht mal von wesentlichen Lebensthemen. Es fängt schon mit den kleinen Dingen an. Eine neue Software, zum Beispiel. Bis jetzt lief alles wunderbar, du hattest deine Arbeitsabläufe voll im Griff. Du wusstest, wo und wie du etwas machen musstest, und es hat funktioniert. Jetzt ist alles anders. Du kennst dich nicht aus. Vieles ist wie vorher, aber ein paar wesentliche Abläufe sind auf einmal fremd und du stehst da, wie der Ochse vor dem Berg. Alles dauert dreimal so lange. Du wirst ärgerlich, genervt und quengelig. Du willst dein altes Programm wiederhaben, deine wunderbaren Arbeitsabläufe, die altvertraute Bequemlichkeit. Was machst du jetzt mit diesem Hindernis? Du wünschst es wahrscheinlich erst mal zum Teufel.

 

Ist dieses Hindernis außerhalb - liegt es also in den neuen Abläufen, die dir dein Chef oder dein Programm auferlegt - oder liegt es innerhalb deines Geistes?


Wenn wir verstrickt sind, lassen wir uns von äußeren Ereignissen verunsichern und ärgern - passive Reaktion. Oder entwickeln Strategien und Pläne, um die Hindernisse auszuräumen - aktive Reaktion. In beiden Fällen sind wir nicht wirklich frei. Es gibt uns und das Hindernis, unsere Passivität oder unsere Aktivität. Und wir sind mittendrin - blind kämpfend, irgendwie. Erst, wenn wir uns zurück lehnen, und das ganze Spiel von außen betrachten, sind wir der Freiheit ein Stückchen näher. Wir werden gelassener. Und erst dann sind wir in der Lage, eine bewusste Entscheidung zu treffen.

  • Will ich in meiner Passivität, in meinem Ärger verweilen?
  • Will ich das Hindernis überwinden?
  • Wenn ja, wie? Wenn nein - welche Alternativen gibt es?

Wenn wir Distanz zu unseren inneren und äußeren Kämpfen herstellen können, bekommen wir mehr Wahlmöglichkeiten, zu denen am Ende auch ein amüsiertes Schmunzeln gehören könnte.

 

Welchen Kampf kämpfst du gerade?
Lehne dich zurück und schau dir an, was passiert.
Wenn du dich entscheidest, in dieser Situation passiv zu bleiben, dann nimm diesen Zustand ganz bewusst wahr. Was spürst du?
Wenn du dich entscheidest zu kämpfen, dann kämpfe mit ganzem Herzen!

 

Jedes Hindernis erfordert eine andere Qualität. Vielleicht musst du geduldiger sein. Oder kämpferischer. Vielleicht verlangt dein Hindernis von dir eine größere Hingabe - oder mehr Zurückhaltung. Wie auch immer dein Hindernis aussieht: ist immer dazu da, dir etwas zu zeigen.

 

Vor allem, wenn dir im Leben immer wieder die gleichen Hindernisse im Weg stehen...

Schau hin!

 

Wir wünschen Dir einen achtsamen Wochenausklang!


Jacqueline & Thomas

===============================================================

Nach unserem letzten Rundbrief zum Thema Lebensvision haben wir einige Nachrichten erhalten haben, die du hier nachlesen kannst.

===============================================================

Lesetipp

Autsch, das hat gesessen!

Bärbel Wardetzki: Mich kränkt so schnell keiner!
Wie wir lernen nicht alles persönlich zu nehmen

Ganz oft bekommen wir Bemerkungen, Blicke, Verhaltensweisen oder irgendwelches Gerede in den falschen Hals - wir nehmen alles persönlich, auch wenn wir vielleicht gar nicht "gemeint" waren.
Dieses Buch erklärt, was bei einer Kränkung passiert, wie wir damit umgehen und uns vor Verletzungen schützen können. Viele praktisch umsetzbare Übungen unterstützen den Wachstumsprozess und sind wie Balsam für die Seele.

Buch bei Amazon ansehen

=================================================================

Office Power Tipps

In den Zeilen oben ist es vielleicht schon ein bißchen durchgeklungen, auch die Macherin dieses Newsletters kämpft gelegentlich mit den Tücken der Technik und mit neuer Software.

Eine große Erleichterung im Arbeitsalltag sind für mich seit über zwei Jahren die monatlichen Office Power Tipps von Joachim Sakel. Obwohl ich in den Office-Programmen (Word, Excel, Powerpoint) ziemlich fit bin, finde ich dort immer wieder sehr brauchbare Hinweise, die das Arbeiten erleichtern und beschleunigen. Die knapp 15 EUR für das Jahresabonnement sind eine gute Investition. Zusätzlich erhält jeder neue Abonnent als Dankeschön den gesamten Jahrgang 2006 auf CD.

Per Mail bestellen bei Joachim Sakel:
Hans-Joachim.Sakel(a)arcor.de

=================================================================
Foto/philo/sophie

Der Kamerahersteller Canon überrascht mich immer wieder mit sehr subtilen und durchdachten Werbekampagnen. Vielleicht erinnern Sie sich an den Fernseh-Werbespot, in dem Leute mit ihren Kameras ausgelassen durch die Stadt streiften, im Sand herumhüpften, und man am Ende des Werbespots nur die Aufforderung zu lesen bekam:

Komm spielen!

Genial. Das innere Kind in vielen Menschen dürfte sich gefreut haben.

Jetzt läuft gerade eine neue Kampagne. Sie fragt:

Kann man Gedanken sehen?
Wie analysiert man die Seele?

Die Antworten von Canon sind gar nicht so schlecht. Vielleicht liegt das auch daran, dass der Name Canon mit Kan'non oder auch Kanzeon verwandt ist - der unseren praktizierenden Zen-Schülern allwöchentlich aus den buddhistischen Rezitationen bekannt ist. Kanzeon ist der Bodhisattva des Mitgefühls, eine Inkarnation des Buddha. Seit ich das weiß, bin ich noch ein bißchen achtsamer mit meiner Fotoausrüstung ;-)

Wie auch immer... dass man bei einem Blick ins eigene Fotoarchiv auch einen Blick in die eigene Seele werfen kann, werden wir ab morgen im Online-Workshop "Warum fotografieren" erleben.

Der Workshop läuft über 2 Wochen, Kursgebühr 99,- EUR
Anmeldungen sind noch bis Montagvormittag möglich.

Start 15. Juni, Kursgebühr 99,- EUR
Infos und Anmeldung

===============================================================

Und dann war da noch...

...John Wayne, der sagte

Mut ist, wenn man Todesangst hat, aber sich trotzdem in den Sattel schwingt.


Danke für deine Aufmerksamkeit!

Jacqueline & Thomas

===============================================================

Der Lebenskunst-Newsletter ist die Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
ISSN 1617-7282

 

Er ist ein gemeinsamer Service von

www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de

und erscheint 8-10 x im Jahr mit kurzen Zitaten,

Gedankenimpulsen, TV-Tipps, Aufgelesenem, Humor und/oder Buchtipps.

Weiterleitung ist erwuenscht. Unsere Texte duerfen ohne Rueckfrage

verwendet und zitiert werden, wenn der Lebenskunst-Newsletter als

Quelle mit angegeben wird.

Wir freuen uns, in diesem Monat in Brigitte P. die 2000. Abonnentin begrüßen zu dürfen!

Newsletter-Perle(n)
Weitere interessante Newsletter findest du im Newsletter-Pool.


 

zur Übersicht
Impressum