Wer fremde Sprachen nicht kennt,
weiß nichts von seiner eigenen.


  --- Johann Wolfgang von Goethe

 




Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

   

Hier einige Nachrichten,
die wir von unseren Lesern
nach dem letzten Rundbrief
erhalten haben. Wir lassen sie ganz bewusst unkommentiert so stehen, wie sie sind. Vielleicht gibt es auch Antworten zu den Rückmeldungen?

Die Namen sind der Redaktion bekannt, wir veröffentlichen die Beiträge aber alle anonymisiert.

 

Das kannst du knicken!

Knick it gibt es nicht im Englischen.
Knicken ist ein deutsches Wort.

   

Hallo Meine Lieben,

ich erhalte Eure („News-letters“) Neuigkeiten-Briefe schon einige Zeit.

Und ich möchte heute Danke sagen
Für Eure Zeit die Ihr in diese wunderschönen, informativen, lesenswerten, erfrischenden,………. Briefe verwendet.

Ganz herzliche Grüße aus Freising

Eure treue Leserin B.


Hi,

zwischen Bescheid wissen und der Kompetenz liegen schon vom begrifflichen her Welten. Man sagt zwar, der weiß Bescheid, allerdings würde ich Kompetenz noch um einiges höher ansetzen.
Mir gefällt der "nicht"-deutsche Witz eindeutig besser - und warum man coach verwendet statt Trainer, oder besser Übungsleiter ... da gibt es eventuell noch Lehrer oder Dozent? Ich finde es schon ziemlich spannend über welche Kanäle neokonservative Meinungsmache betrieben wird.
Ich hätte absolut nichts dagegen aus dem Back-Shop dann wirklich auch einen breadshop zu machen und da auch zu kaufen - und gängeln, wie ich zu sprechen, oder zu reden, oder zu denken habe, lass ich mich so wie so nicht ...

Viele Grüße
M.K.


Hallo Jacqueline, hallo Thomas,


wie jede Woche habe ich auch dieses Mal wieder gespannt auf euren Newsletter gewartet und ihn mit Interesse gelesen.

Sprache (egal ob die deutsche, oder andere) war zu keiner Zeit ein isoliertes System, sondern unterlag immer Einflüssen von aussen. So haben bspw. die gebildeten Schichten im 18. Jahrhundert in den deutschen Fürstentümern mehr Französisch als Deutsch gesprochen. Aus dieser Epoche stammen einige französiche Fremdwörter, die bis heute die deutsche Sprache geprägt haben (bspw. Trottoire). Es mag sicher sein, dass viele Menschen mit dieser Entwicklung nicht schritthalten können, besonders in der heutigen Zeit, in der sich Entwicklungen in jedem gesellschaftlichen Bereich an die Gesetze des Marktes anpassen und damit extrem beschleunigen.

Die Frage, die ich in den Raum stellen will ist allerdings die Folgende:

Beschreibt diese Entwicklung wirklich einen Verlust an Identität oder ist es in Wirklichkeit eher eine Veränderung der Identität, die in jeder Gesellschaft dauernd passiert?

Ich glaube, dass es sich mit Gesellschaften ähnlich verhält wie mit einzelnen Individuen. Eine Identität ist kein Axiom, sondern etwas das, wie man der buddhistischen Lehre entnehmen kann, sich dauernd verändert und keinen festen Wert darstellt. Wir sind hier wieder bei der Frage "Wer/was bist du wirklich?".

Sicherlich ist es allerdings richtig, diese Prozesse zu hinterfragen und sich zu überlegen, ob man da, wo man sich selbst oder wo sich die eigene Gesellschaft gerade hinbewegt, wirklich hin will.

Ich habe gestern meine erste Bewerbung in die Schweiz geschickt.

Liebe Grüße
Roland


Einen wunderschönen guten Morgen,

da habt ihr mich glatt erwischt.

Ich benutze viel Denglisch, weil ich einen internationalen Freundeskreis habe. Da ich in einer amerikanischen Firma gearbeitet habe, benutze ich immer den Ausdruck, der mir gerade in den Sinn kommt, egal welche Sprache. Aber ihr liegt schon richtig, achtsamer Umgang mit Sprache ist wichtig. In letzter Zeit habe ich festgestellt, dass kaum noch Menschen in der Lage sind ein normales Gespräch zu führen, ein tiefgründiges Fehlanzeige. Gerade im Internet herrscht eine Sprachverwahrlosung, ganz angesehen, dass man sich vorstellt oder sich verabschiedet, die unglaublich ist. ;-) Je mehr die Sprache verfällt, verfallen auch die Umgangsformen. Deswegen schweige ich gerne, weil ich glaube, in dieser sinnlosen Plapperei muss man bewusst einen Gegenpol setzen. Aber euere Anregung zum rechten Gebrauch der Muttersprache nehme ich gerne auf.

Kleine Anekdote, als ich in den 90er Jahren in den neuen deutschen Bundesländern als Prüfungsleiterin tätig war, habe die Leute uns immer verwirrt, weil sie für alles einen deutschen Ausdruck hatte. Ich wollte eine Kopie und bekam eine Ablichtung. ;-)

Meine Vorschläge:

Coaching: bei Amseln Grün las ich letzt einen guten Ausdruck „Begleitung“ zum Beispiel zur rechten Gestaltung des Leben oder beruflichen Verwirklichung.

Fotoworkshop: wie wäre es mit Werkstatt? Werden doch wie in einer Werkstatt eines Künstler kleine Abbildungen der Wirklichkeit erstellt, oder?

Work-Life-Balance: Anleitung zur Harmonie zwischen Leben und Arbeit; Harmonische Gestaltung von Leben und Arbeit; Gleichgewicht in Leben und Arbeit, Aufhebung der Gegensätze Leben und Arbeit.

Sonnige Grüsse

Patricia


Hallo liebe Jacqueline und lieber Thomas

Da habt ihr ja mal wieder ein sehr spannendes und wichtiges Thema angesprochen.
Meine persönlichen Erfahrungen und Einsichten sind folgende:

Wenn mich jemand verbal angreift und ich auch darauf mit 'negativen' Emotionen reagiere, wie z.B. beleidigt sein, wütend, verletzt, dann weiss ich mittlerweile, dass diese Person TATSÄCHLICH eine 'Schwäche' getroffen hat.

DENN: wenn mich diese verbale Attacke unberührt lässt, dann habe ich dieses Gefühl entweder schon bearbeitet oder aber der Vorwurf dieser Person ist ihre eigene Schwäche und versucht diese auf mich zu übertragen.

Spannend spannend allemal!!

Herzliche Gruesse aus Sued-Korea

Eure M.


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