Wir brauchen Zeit zu träumen, Zeit uns zu erinnern und Zeit,
das Unendliche zu erreichen.
Wir brauchen Zeit
wir selbst zu sein.


  --- Gladys Taber

 

Jahreszeitenwechsel


Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

 

am vergangenen Wochenende wurden die Uhren umgestellt. Eine Stunde länger Wochenende, eine Stunde länger schlafen als sonst. Wie ist es dir damit ergangen?

 

Die meisten von uns können sehr gut damit umgehen, wenn sie eine Stunde geschenkt bekommen. Aber wenn es plötzlich schneller gehen muss, wenn der Besuch zu früh vor der Tür steht, wenn der Abgabetermin für eine wichtige Sache vorverlegt wird, wenn irgendetwas Unerwartetes dazwischen kommt... was dann? Da reagieren die meisten von uns mit Stress.

 

Seit vielen Jahren ist "Zeitmanagement" ein Zauberwort. Es gibt sicher vieles, was man besser oder schneller erledigen kann. Es ist auch nicht verkehrt, sich einmal anzuschauen, wer oder was eigentlich die meiste Zeit am Tag verschlingt. Wenn wir Dinge auf optimale Weise erledigen, bleibt mehr Zeit für anderes. Aber... was machen wir dann mit der gewonnenen Zeit? Genießen wir sie? Oder geht es uns eher wie den Menschen in Michael Endes Buch "Momo"? Sie sparen überall an der Zeit, aber es bleibt nichts davon übrig.

 

Zeit ist Geld. Geld ist knapp. Zeit auch? Wenn wir insgeheim glauben, dass Zeit knapp ist, können wir gar nicht anders als ständig in Eile sein. Den Alltag gut managen ist das eine. Freiräume mit qualitativ hochwertiger "Spiel-Zeit" schaffen das andere. Wir brauchen beides!

  • Welche Glaubenssätze hast du im Hinblick auf Zeit?
    Sagst du: "Ich habe viel Zeit?" oder auch mal "Ich nehme mir die Zeit?"
  • Oder ist es häufiger der Satz "Ich habe keine Zeit?"
    Ist es wirklich eine Ausrede oder ist dein Terminkalender wirklich so voll?
  • Hast du in deinem Kalender auch Lücken für "Unerwartetes" und "Ungeplantes"?

Man kann nicht immer für alles und jeden Zeit haben. Manchmal muss man auch eine Verabredung mit sich selbst treffen. Zu einem Spaziergang. Oder zu einer Tasse Cappuccino auf dem Sofa. Ganz ohne irgendwelche Pläne oder Auflagen. Trödeln, Zeit einfach nur so vergehen lassen ohne sich etwas vorzunehmen ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Unverplante Frei-Zeit ist Balsam für unser inneres Kind, das vielleicht schon viel zu lange darauf wartet, endlich mal wieder spielen zu dürfen...

Ein Wochenende mit viel freier Zeit wünschen

 

Jacqueline & Thomas

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Lebenskunst-Echo

Auf unseren letzten Neuigkeiten-Brief (Stichwort "Oktoberfest") haben wir wieder einige Zuschriften erhalten. Diese kannst du hier nachlesen.
Ein paar Tage später waren wir übrigens noch mal auf dem "Fest der Feste". Bei Gelegenheit wird Jacqueline dazu noch ein paar Zeilen schreiben...

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Buchtipp

Die Kreativität der Langsamkeit
von Fritz Reheis

Das Buch bietet zwar keine Lösungen, aber wem das Hamsterrad zu schnell läuft, der findet hier den richtigen Einstieg ins Thema. Der Tenor des Buches lautet: wir müssen uns wieder mehr Zeit lassen. Während Kinder auch bei uns bald wie in Japan und China im Vorschulalter "gefördert" werden, plädiert der Autor dafür, die Eigenzeiten und Rhythmen von Mensch, Kultur und Natur neu zu entdecken.

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An dieser Stelle darf der Klassiker natürlich auch nicht fehlen: Momo von Michael Ende - oder Der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry. Schon lange nicht mehr gelesen?
Zeit wird's! Gebraucht schon ab 1,90 bei Amazon

 

Bildung contra Turboschule
ebenfalls von Fritz Reheis

Fritz Reheis, Publizist und langjähriger Lehrer, sorgt für Zündstoff: Wissen, das die Schulen vermitteln, ist Wegwerfwissen. Es ist Fastfood, schnell gegessen, schnell vergessen. Echte Bildung - Wissen, das Zusammenhänge erkennt und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann - braucht Zeit!

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Futter für's Gehirn

Auf der Seite der australischen Zeitung Herald Sun findet sich ein interessantes animiertes Bild. Eine tanzende Lady, die sich nach links oder rechts dreht - je nachdem welche Hirnhälfte des Betrachters gerade aktiver ist.

Wer sich das mal ansehen und ausprobieren möchte, klickt hier
Danke an Klaus-Peter für den Tipp

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Und dann war da noch...

Anovik, der sagte:

"Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich,
wenn sie nicht unglücklich sind.
"

Wir hoffen natürlich, dass du nicht nur "nicht unglücklich" bist, sondern ein wunderbares Wochenende - vielleicht sogar ein verlängertes? - genießen kannst.

Danke für deine Aufmerksamkeit!

Jacqueline & Thomas

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Der Lebenskunst-Newsletter ist die Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
ISSN 1617-7282

 

Er ist ein gemeinsamer Service von

www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de

und erscheint 8-10 x im Jahr mit kurzen Zitaten,

Gedankenimpulsen, TV-Tipps, Aufgelesenem, Humor und/oder Buchtipps.

Weiterleitung ist erwuenscht. Unsere Texte duerfen ohne Rueckfrage

verwendet und zitiert werden, wenn der Lebenskunst-Newsletter als

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