Dem Überflüssigen nachlaufen,

heißt das Wesentliche verpassen.


  --- Jules Saliege

 


Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

 

Heute ist D-Day. Weißt du, was das bedeutet?
Heute ist auch der Tag der Sehbehinderten. Und in Schweden ist heute Nationalfeiertag. Es gibt auch den Tag des Buches, den Tag der Erde und den Tag des deutschen Bieres.

Die Liste der offiziellen Gedenk-, Aktions- und Feiertage ist gigantisch. Daneben hat jeder so seine ganz privaten Gedenktage: Geburtstag, Hochzeitstag, Namenstag...

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen, heißt es so schön. Und wenn wir all diese Feste wirklich ernst nehmen, dann kommen wir aus dem Feiern und Gedenken eigentlich gar nicht mehr heraus.

Sicher wird niemand ALLE Feier- und Gedenktage gleichermaßen wichtig finden. Wir haben die Tendenz, uns die Ereignisse heraus zu suchen, die uns persönlich etwas bedeuten. Braucht es dann also überhaupt einen offiziellen Gedenk- oder Aktionstag?

 

Heutzutage ist es viel wichtiger zu erkennen, was man nicht braucht, als jedem Würstchen hinterher zu springen, das man uns vor die Nase hält. Wir sind permanent von Verlockungen umgeben, werden mit Reizen überflutet. Egal ob wir im Internet surfen, eine Zeitung aufschlagen, den Fernseher anmachen oder auch nur einen Spaziergang durch den Ort machen: Wir werden bombardiert mit Werbung, Kaufangeboten, Spendenaufrufen, Unterschriftenaktionen... Und selbst wenn man sich ganz aus der Medienwelt zurück zieht, gibt es die Familienangehörigen, die Freunde, die Nachbarn, die Kollegen. Du bist doch dabei, bei unserem Stammtisch? Du denkst doch an den Geburtstag von Tante Else! Vergiß bloß nicht den Hochzeitstag! Da hat vielleicht schon so mancher den leisen Wunsch in sich gespürt, sich auszuklinken.

 

Abstand gewinnen, sich eine Auszeit nehmen, und wenn es nur ein Tag oder ein Wochenende ist - wunderbar! Und schon lauert die nächste Falle: die Freizeitindustrie. Erst Nordic Walking, dann Biergarten? Mit dem Mountain-Bike in die Berge, an den See zum Baden? Sicher mag das alles eine wunderbare Abwechslung sein zu dem, was wir zu Hause und am Arbeitsplatz tun. Aber in vielen Fällen ist unsere Freizeit genauso stringent durchgetaktet wie das Berufsleben. Wir sind wieder konfrontiert mit neuen Reizen, und wundern uns, warum die Zeit scheinbar so schnell vergeht.

 

Wann hattest du zuletzt Zeit, die nicht verplant war?
Zeit, um nichts zu tun. Nicht erreichbar sein. Den Anrufbeantworter an-, das Handy ausschalten. Sich bequem hinsetzen, sich umschauen, und mal auf die Gedanken zu achten, die dann aufsteigen.

 

Ein Luxus? Ein Horror?

 

Die meisten von uns sind so getrieben von äußeren Ereignissen, dass sie ihre innere Stimme nicht mehr hören oder noch nie gehört haben. Zu tun gibt es immer etwas. Aber... muss es wirklich getan werden? Oder reden wir uns das nur ein? Was passiert, wenn wir nicht sofort auf Reize anspringen?

 

Im Beruf werden die Anforderungen immer härter. Weniger Menschen arbeiten mehr, intensiver, länger, und andere haben gar nichts zu tun. Quälende Leere, Langeweile, ein leeres Portemonnaie und manchmal auch ein knurrender Magen sind der irrwitzige Gegenpol zum ausgebrannten Workaholic, der in der After-Work-Party nach dem/der Partner/in fürs Leben sucht. Alles ein bißchen gaga?

 

Ob Hartz IV, Workaholic oder irgendwas dazwischen: es ist immer möglich, für einen Moment anzuhalten, und sich zu fragen: was mache ich hier eigentlich?

 

Wir vergessen zu leicht, dass wir nicht ewig hier sein werden. Wenn du wüßtest, dass du nur noch ein paar Monate zu leben hättest: würdest du dann alles genau so weiter machen wie bisher?

  • Wo stehst du?
  • Wie bist du da hin gekommen, wo du heute stehst?
  • Wolltest du da sein, wo du jetzt bist?
  • Wann hast du dir zuletzt eine Auszeit genommen?
  • Für wie lange?
  • Was hast du in dieser Zeit getan?
  • Weißt du, was dir gut tut?
  • Weißt du, was dir schadet?

Wir tun oft mehr von dem, was uns schadet, obwohl wir es besser wüßten.Aber zu erkennen, was wir brauchen - und was nicht - ist oft der erste Schritt, um es im Leben zu realisieren.

 

Wir wünschen dir am Wochenende
mindestens eine Stunde Auszeit

 

...mit oder ohne EM-Fieber....

 

 

Jacqueline & Thomas

 

 

Und übrigens: die Liste aller Gedenktage findest du bei Wikipedia. Da steht dann auch, was der D-Day ist. Wenn du uns schreiben magst, wie du mit Gedenk- und Aktionstagen umgehst, dann freuen wir uns auf ein Echo...

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Lesen

Das Wesentliche ist einfach
von Jiddu Krishnamurti

Antworten auf Fragen des Lebens

 
     

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Lebenskunst-Abonnent KarlHeinz Karius hat uns eingeladen, uns von seiner Aphorismen-Seite zu bedienen. Das haben wir gerne gemacht. Zum Thema passend folgendes Zitat:

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...aber du hast auch die Freiheit, dieser Verlockung zu widerstehen und einfach nichts zu tun ;)

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Und dann war da noch...

Anselm Grün, der schreibt:

Wer im Innersten gesund sein will,
der muss einverstanden sein
mit der Welt, so wie sie ist.
Er muss einverstanden sein
mit der eigenen Lebensgeschichte,
mit dem Weg, den Gott ihm zugemutet hat.
Nur so kommt er mit sich selbst in Einklang.
Mit sich selbst im Einklang zu sein,
das ist eine Voraussetzung der Gesundheit.
Und des Glücks.

Aus: Jeder Tag ein Weg zum Glück

Danke für deine Aufmerksamkeit!

Jacqueline & Thomas

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