Die Ware Weihnacht
ist nicht die wahre Weihnacht.

-- Kurt Marti

 

 


Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

 

jagst du gerade von einer Weihnachtsfeier zur nächsten? Es ist mal wieder die Zeit, in der das Herannahen der Feiertage für eine gewisse Hektik sorgt. Weihnachtsvorbereitungen und vielleicht auch noch der Jahresabschluß in der Firma... Am so genannten heiligen Abend sind viele Leute einfach nur noch platt. Und dann geht's erst richtig los: Familienmarathon. Damit sich niemand auf den Schlips getreten fühlt, verbringt man den Weihnachtsabend hier, den ersten Feiertag dort, den zweiten Feiertag wieder woanders... und wer nicht rechtzeitig einen Flug nach Nirwanien gebucht hat, um unerreichbar zu sein, bereitet sich auf die Silvesterfete mit Freunden vor. Feiertage als Erholung oder Freizeitstress?

Von einigen Lebenskunst-Lesern wissen wir, dass sie über die Feiertage zum Entspannen an stille Orte fahren. Für einige Menschen sind Weihnachten und die Zeit zwischen den Jahren tatsächlich Oasen der Ruhe. Manch einer freut sich auch von ganzem Herzen darauf, Verwandschaft oder Freunde zu treffen. Die Feiertage fallen gut: viel Zeit!

 

Stressig wird es nur, wenn wir Dinge tun, die wir eigentlich nicht tun wollen.

Stressig ist es auch, wenn wir Dinge tun wollen, aber nicht können.

Das Schenken ist für viele Menschen in den letzten Jahren so ein Stressfaktor geworden. Einige haben so wenig Geld, dass sie keine Geschenke kaufen können, andere haben alles, was das Herz begehrt, und man weiß gar nicht, was man ihnen eigentlich noch schenken könnte. Das Postfach ist jeden Tag voller Angebote. Jetzt schnell noch innerhalb von drei Tagen irgendwelche Sonderrabatte sichern. Bei mir landen diese Nachrichten ungelesen im Papierkorb. Wenn ich etwas bestellen möchte, dann tue ich es auch ohne diesen Unfug.

 

Vielleicht sind einige von uns nicht mehr so konsumfreudig, weil sie mit dem, was sie haben, gut auskommen. Und weil sich vielleicht auch die Erkenntnis durchsetzt, dass noch ein Gerät und noch ein Ding und noch ein Firlefanz niemanden wirklich glücklicher macht. Wenn wir genau hin schauen, dann sehen wir, wie viel Ballast wir uns ins Haus holen. Wer schon mal umgezogen ist, weiß, wovon wir sprechen. Es gibt Phasen im Leben, da brauchen wir mehr von den materiellen Dingen, und es kommen Phasen, in denen wir merken, dass auch mit weniger geht. Es geht immer darum, das rechte Maß zu finden, angemessen zu handeln, angemessen zu schenken. Jeder braucht etwas anderes.

 

Angefangen hat diese ganze Sache mit dem Schenken, weil es da so eine Geschichte gibt von einem heiligen Kind, dem die drei Weisen aus dem Morgenland Gold, Weihrauch und Myrrhe mitgebracht haben. In Zeiten der Finanzkrise hätten wahrscheinlich alle ganz gern einen Goldklumpen unterm Tannenbaum. Aber doch eigentlich nur, weil es ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Zu Recht? Es ist eine andere Dimension von Sicherheit, wenn Menschen für einander da sind, sich gegenseitig helfen, und ihr Wort halten. Das ist ein Geschenk, das wir uns gegenseitig immer dann machen können, wenn es nötig ist. Unabhängig von irgendwelchen Feiertagen.

 

Wir wünschen allen Lebenskünstlern eine schöne Vorweihnachtszeit, angenehme Feiertage und freuen uns auf ein Echo in 2009.

 

Als Geschenk für unsere treuen Leserinnen & Leser haben wir auch heuer wieder einen Jahreskalender mit Buddhamotiven vorbereitet. Die Adresse zum Herunterladen gibt's am Ende dieses Rundbriefs.

 

Jacqueline & Thomas

 

 

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Lebenskunst Echo

Alles in der Muttersprache ausdrücken zu können,

bekundet höchste Geistes- und Seelenbildung.


    -- Georg Wilhelm Friedrich Hegel

 

Wer unseren Rundbrief schon länger liest weiß, dass wir uns immer mal wieder mit den unglücklichen Anglizismen in unserer Alltagssprache befasst haben. Nun kam in diesen wirren Krisenzeiten der Antrag einer politischen Partei, dass Deutsch ins Grundgesetz geschrieben werden solle. Die Kanzlerin und die seriöse Presse hatten dafür nicht viele gute Worte übrig. Blöde Idee ohne Zukunft, Deutschtümelei, Ablenkung von den wahren Problemen unseres Landes und was da nicht alles kommentiert wurde. Wir sind anderer Meinung und begrüßen diesen Vorschlag. Wer seine Bäckerei weiterhin Back-Factory nennen und zum Sale gehen möchte, darf das natürlich gerne tun. Unsere Sprache hat schon vieles verkraftet, was einst aus fremden Gefilden kam.

Trotzdem ein paar aktuelle Anekdoten: für Engländer ist Public Viewing nach wie vor ein "Tag der offenen Tür". Und wer einen Merino-Pullover mit Antipilling-Ausrüstung zur After-Work-Party trägt, ist bestimmt total cool. Weil wir nicht wußten, was Antipilling bedeutet, haben wir nachgefragt.

 

Unter Pillingbildung vesteht man das Entstehen kleinster Faserkügelchen bei Chemiefasern. Da diese Knötchenbildung einen nicht schönen Anblick der Ware zur Folge hat, werden funktionelle Textilien oft einer Antipilling Ausrüstung unterzogen, damit die Faserbällchenbildung reduziert wird und das Warenbild von längerer Dauer eine schöne Optik hat. (Meiler, Textileinkauf)

 

 

Zugegeben: dieser Text hätte den Norma-Kunden vermutlich eher vom Kauf abgeschreckt. Im Übrigen sollte man auch keine schlafenden Hunde wecken. Es könnte ja jemand auf den Gedanken kommen, welche Chemiefasern da verwendet werden.


Unter allen Lesern, die uns möglichst humorvoll erklären, was man unter einer Total-Easy-Care-Ausrüstung versteht, verlosen wir das nette Büchlein "Frohe Weihnachten" von Alex Rinsch aus der ars edition. Einsendeschluss: 15.12.08

 

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Kinotipp

Die Reise des chinesischen Trommlers

Filmstart in deutschen Kinos: 1. Januar 2009

Fernab von seinem Leben in Hong Kong verbringt der flüchtige Sid einige sehr unruhige und nervöse Tage im Exil. Eines Morgens jedoch weckt ihn das entfernte Geräusch einer Trommel – hoch oben in den Bergen. Sid beschließt, dem Geräusch nachzugehen und macht sich auf, den Berg zu ersteigen.

 

Auf dem Gipfel stößt er auf eine Gruppe chinesischer Zen Trommler, die in Aussehen und Lebensweise an Shaolin Mönche erinnern. Jenseits vom Komfort und Luxus des modernen Lebens leben sie hier als Einsiedler – nur der Liebe zu ihrer Kunst und der Hingabe an ihren Beruf verpflichtet. Hier trainieren sie nicht nur ihre Körper, sondern beruhigen auch ihre Seelen mit Meditation.

Weitere Informationen

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Gerne weisen wir auf das Selbstcoaching-Programm von Zeitzuleben hin:

Selbstcoaching - Schritt für Schritt

In diesem 12-Wochen Selbstcoaching-Kurs lernen Sie, wie Sie sich in kleinen Schritten immer besser selbst coachen können.

Kostenlose Leseprobe

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Lichterfest: Jul

Sieht man sich nach Weihnachtsbräuchen um, stellt man fest, dass eigentlich jede Religion in der dunkleren Jahreszeit ein Fest feiert, an dem das Licht eine zentrale Rolle spielt. Im keltischen Brauchtum wird das Längerwerden der Tage zelebriert. Das Julfest gilt als zwölftägige Friedenszeit, in der die Häuser mit immergrünen Zweigen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Tanne, Stechpalme, Kiefer, Efeu, Wacholder geschmückt werden, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt. Das Haus wird geräuchert mit den Worten „Glück ins Haus – Unglück hinaus". Und man öffnet das Haus für Gäste. Schöne Idee :-)

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Geld weg, Monat übrig

(Anzeige)Wie jetzt ? Geld weg, aber noch Monat übrig? Das geht aber auch anders:

Das FinanzplanTeam um Stephan Kaiser macht Ihnen ein besonderes Angebot. Für alle Neueinsteiger in die Finanzplan-Idee gilt jetzt: Planen Sie statt mit betriebswirtschaftlichen Auswertungen – die nur die Vergangenheit zeigen – mit dem Finanzplan Ihre Zukunft! Denn: "Wer sich um sein Geld kümmert, hat auch welches!"

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Und dann war da noch...

Friedrich Nietzsche , der sagte:

Das Bedürfnis nach Luxus scheint mir immer auf eine tiefe innere Geistlosigkeit hinzudeuten: wie als ob jemand sich selbst mit Kulissen umstellt, weil er nichts Volles, Wirkliches ist.

Danke für deine Aufmerksamkeit!

 

 

Jacqueline & Thomas

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Zenkreis-Kalender 2009

Der Lebenskunst-Newsletter ist die Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
ISSN 1617-7282

 

Er ist ein gemeinsamer Service von

www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de

und erscheint 8-10 x im Jahr mit kurzen Zitaten, Gedankenimpulsen, TV-Tipps, Aufgelesenem, Humor und/oder Buchtipps.

Weiterleitung ist erwuenscht. Unsere Texte duerfen ohne Rueckfrage verwendet und zitiert werden, wenn der Lebenskunst-Newsletter als Quelle mit angegeben wird.

 

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