Foto: Udo Hartmann*


Nichts ist schwerer
und erfordert mehr Charakter,
als sich in offenem Gegensatz
zu seiner Zeit zu befinden
und zu sagen: Nein!

-- Kurt Tucholsky

 

 


Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

 

hast du dich in diesem Winter schon mal gefragt, was eigentlich aus der Vogelgrippe geworden ist? Sicher nicht und das können wir gut verstehen. Momentan haben ja auch schließlich alle Angst vor der Finanzkrise und ihren Auswirkungen (zu haben;-)). Vor drei Jahren haben Regierungen weltweit einen Medikamenten-Schutzschirm aufgespannt und für Millionen von Euro die gesamte Produktion des Präparats Tamiflu gehamstert, um es im Falle einer Pandemie an die Not leidende Bevölkerung auszugeben. Dumm, dass das Medikament mittlerweile sein Haltbarkeitsdatum überschritten hat und genauso wertlos geworden ist, wie so manche Aktie, die sich unlängst in Luft aufgelöst hat. Zum Trost: vielleicht konnten in der Pharmaindustrie auf diese Weise ein paar Arbeitsplätze gesichert werden?

Angst bringt Menschen dazu, irrationale Dinge zu tun. Oft ist die Angst vor einer vermeintlich drohenden Gefahr gefährlicher, als die Gefahr selbst. Angst macht gefügig. Aus lauter Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes sind Menschen bereit, zu Bedingungen zu arbeiten, die ihnen mehr schaden als nutzen. Aus Angst vor dem Verlust des Partners, nehmen manche Menschen Dinge hin, die sie unter anderen Umständen niemals dulden würden. Vor lauter Angst um die Zukunft sind heute immer mehr Kinder hoffnungslos überfordert und schlucken Medikamente - die Eltern meinen es ja nur gut mit ihnen. Aus Angst vor Terroristen brauchen wir rund-um-die-Uhr-Überwachung und müssen notfalls Soldaten in Krisengebiete schicken.

Ist das wirklich so? Oder haben wir einfach nur aufgehört unseren klaren wachen Verstand zu benutzen?

Hast du Angst?
Wenn ja: wovor?
Schau der Angst in die Augen.
Und dann dann fühle still hinein in deine Angst und beobachte sie so lange, bis sie sich schließlich auflöst.
Weiche der Angst nicht aus, begegne ihr.
Wenn sie dich traurig oder wütend macht, dann sei traurig, sei wütend.
Spür dieses Gefühl.
Und dann atme einfach wieder tief durch.
Und dann schau erneut auf deine Gefühle. Hat sich etwas geändert?

Wenn du jetzt sauer bist, und uns eine Mail schreiben möchtest, in der du uns wortreich erklärst, warum es wichtig ist Angst zu haben, und dass das alles gar nicht so leicht ist, wie wir immer schreiben, dann... warte noch ein bißchen und lies den Newsletter zu Ende.

Eine angstfreie Woche wünschen

 

Thomas & Jacqueline

 

 

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Lebenskunst Echo

Markus B. schreibt:

Ich bin neu im Kreise Eurer Newsletter-Leser und möchte vorab mal danke sagen für Eure Impulse.

zum Thema Lärmbelästigung im Zug möchte ich euch einen Tip geben.

Ich hatte das gleiche Problem wie Thomas und bin vor einem halben Jahr auf ein Produkt gestossen, das mich fasziniert hat.
Ein Kopfhörer mit "noise-cancelling-Technologie" (meiner ist von Bose). Das Ding spiegelt den Aussenlärm und neutralisiert so einen rechten Teil des Umgebungslärms. Die Grund-Ruhe, die so zwischen den Ohren entsteht ist faszinierend und entspannend. Ist zwar nicht ganz billig, (dürfte in Deutschland um die 400 Euro kosten) aber für mich auf meinen Reisen sehr viel wert. Natürlich kann das Ding auch für Musik gebraucht werden, wenn daran ein Kabel angesteckt wird. Dann brauch ich es mit MP-3-Player und Hörbüchern. (Kommt mit 2 kleinen Akkus und Stecker-Ladegerät)

Wer weiss, vielleicht hilft es?

 

Lieber Markus, danke für den Tipp - vor allem auch für die gleich mitgelieferte Übersetzung des typischen Marketing-Denglisch. Die Technologie stammt meines Wissens aus Geheimdienst-Forschungen, und wurde ursprünglich entwickelt, um abhörsichere Räume zu schaffen. Eine Frage (an alle), die nach diesem Beitrag garantiert kommt, und die ich gleich vorweg nehme: was sollen Menschen tun, die keine 400 EUR für so ein Gerät erübrigen können?

 

Auf Tipps freut sich


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Fernseh-Tipp

Wir möchten euch auf eine interessante Fernsehsendung hinweisen:

ARD, Sonntag, 01.03., Magazin/Dokumentation W wie Wissen

17:03 bis 17:30 h


Themen: Das manipulierte Gehirn / Doping fürs Gehirn: Wie Medikamente Lernen und Gedächtnis beeinflussen / Gehirnwäsche: Lässt sich die menschliche Festplatte umprogrammieren?

W wie Wissen erkundet die Schaltzentrale des menschlichen Körpers: das Gehirn. Es steuert Körperfunktionen, verarbeitet und speichert Erlerntes und Erlebtes und lenkt Emotionen. Trotzdem nutzen wir nur einen Bruchteil seiner Fähigkeiten. Lässt sich diese Leistungsreserve mobilisieren, und wenn ja, wie? Wie lässt es sich beeinflussen? Kann es gar völlig umprogrammiert werden?

Im Abschnitt Neue Erkenntnisse: Die Auswirkungen der Meditation auf unser Gehirn gibt es auch ein Interview mit Thomas.

Weitere Informationen

 

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Führen im Sinne des Zen

 

Modulares Seminar mit Workshop-Charakter

 

Die Weisheit des Erfolges - mit natürlicher Autorität im Sinne des Zen führen Sie Ihre Mitarbeiter auf klare, freundliche und überzeugende Weise. Sie stärken damit das Vertrauen und erhöhen die Motivation Ihrer Mitarbeiter. Darüber hinaus optimieren Sie Mitarbeiterpotenziale, steigern die Leistung Ihres Teams und fördern die Kreativität.


Die einzelnen Module bauen aufeinander auf. Für einen größtmöglichen Lernerfolg empfehlen wir daher dringend, die vorgegebene Reihenfolge einzuhalten.

 

17.-19.04.2009
05.-07.06.2009
24.-26.07.2009
11.-13.09.2009
06.-08.11.2009


Veranstaltungsort: München
Durchgeführt wird der Workshop von Manuela Bernard und Thomas Kabierschke

 

Weitere Informationen

 

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Klicken und staunen


Jill Taylor ist 37, als eine Ader in ihrem Gehirn platzt und sie aufgrund dieser schweren Blutung einen Schlaganfall erleidet, der ihre linke, rationale Gehirnhälfte blockiert. Die renommierte amerikanische Hirnforscherin verliert jegliches Gefühl für Zeit und Raum. In diesem einzigartigen Buch beschreibt sie die Grenzenlosigkeit ihres Körpers und ihr Einssein mit sich selbst und der Welt, zurückgeworfen auf ihre rechte, emotionale Gehirnhälfte. Ihr Sprach-, Denk- und Handlungsvermögen ist nahezu vollständig außer Kraft gesetzt. Mit unvorstellbarer Anstrengung gelingt es ihr tatsächlich und in letzte Minute, Hilfe herbeizutelefonieren. Darauf folgen Operation und achtjährige Genesung...

In einem 18minütigen Internetvideo berichtet die amerikanische Hirnforscherin Jill Bolte Tailor über diese Erfahrung.
Zum Video (Englisch)
Zum Buch (Amazon)

 

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Zen-Meditation lindert Schmerzen

Wer häufig Zen-Meditation praktiziert, hat auch im Alltag ein niederes Schmerzempfinden. Das besagt eine Untersuchung an der Universität Montreal, die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Psychosomatic Medicine veröffentlicht wurde. Im Unterschied zu früheren Studien, die die Wirkung bei Kranken ins Auge nahm, testeten die Forscher die Schmerzverarbeitung bei gesunden, trainierten Zen-Lehrern. Das sei laut Studienautoren ein erster Schritt, um den Einfluss der Meditation auf das Schmerzempfinden zu entschlüsseln.

Den ganzen Artikel lesen

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*Ein Bild sagt mehr...

Unser heutiges Titelfoto stammt von Udo Hartmann. Es zeigt das Gebäude seines Arbeitgebers, der Firma Qimonda am Stadtrand von München, Januar 2009. Wenn du magst, dann schreib uns, welche Gedanken dir bei diesem Foto durch den Kopf gegangen sind
a) als du es beim Öffnen des Rundbriefes gesehen hast und

b) wie du das Foto siehst, nachdem du weißt, was es zeigt.

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Und dann war da noch...

Der heilige Don Bosco, der sagte:


Der Teufel hat Angst vor fröhlichen Menschen

Danke für deine Aufmerksamkeit!

 

Jacqueline & Thomas

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Der Lebenskunst-Newsletter ist die Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
ISSN 1617-7282

 

Er ist ein gemeinsamer Service von

www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de

und erscheint 8-10 x im Jahr mit kurzen Zitaten,

Gedankenimpulsen, TV-Tipps, Aufgelesenem, Humor und/oder Buchtipps.

Weiterleitung ist erwuenscht. Unsere Texte duerfen ohne Rueckfrage

verwendet und zitiert werden, wenn der Lebenskunst-Newsletter als

Quelle mit angegeben wird.

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