Wer später bremst,
ist länger schnell.

Wer schneller lebt,
ist früher fertig.

LebensWeisheit


Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

 

schön, dass du Zeit findest, unseren Rundbrief zu lesen. Zeit haben, ist eine Form von Lebenskunst. Täglich prasseln viele Dinge auf uns ein. Prioritäten setzen ist ein wichtiges Element des Zeitmanagements, und es ist heute wichtiger denn je. Um all diese kleinen Entscheidungen treffen zu können, benutzen wir ein inneres Wertesystem, das sich im Laufe unseres Lebens entwickelt hat. Manchmal kann es nötig sein, diese Werte genauer anzuschauen.

Drehen wir einmal die Zeit um 40 Jahre zurück. Was haben wir eigentlich gemacht, als es noch keine Mobiltelefone, kein Internet gab!? Viele Geschäfte waren am Mittwochnachmittag geschlossen, und es gab nur einen langen Einkaufssamstag im Monat. Wir hatten einen (einzigen) Telefonapparat mit einer langsam rotierenden Wählscheibe - für die ganze Familie. Für das Fernsehgerät mit vier oder fünf Kanälen gab es nicht einmal eine Fernbedienung. Wenn man mit dem Auto einen Sonntagsausflug machte, waren die Straßen nicht verstopft. ...
"Damals haben wir intensiver gelebt", sagte neulich jemand zu uns. Intensiver oder nicht - wir hatten nicht so viele Möglichkeiten. Wir hatten dafür die Gelegenheit, das, was wir taten, ungestört zu tun. Es gab nicht ständig diese zweite Agenda im Hinterkopf, und es gab nicht dieses permanente, nagende Gefühl, etwas zu verpassen. An dieser Sache im Kopf können wir etwas tun. Aber was machen wir derweil mit den Geistern, die wir gerufen haben?

Heute bimmelte alle paar Minuten irgend ein Telefon, es kommen Mails und SMS, auf die wir meinen sofort reagieren zu müssen. Es gibt Chefs, die auch abends um 22 Uhr noch bei ihren Mitarbeitern anrufen, oder ihnen am Sonntagnachmittag die Mailbox füllen. Die Terminkalender: voll, nicht nur im Büro. Kein Wunder, dass viele sich bedrängt und gestresst fühlen. Der Urlaub ist für die meisten die ersehnte Flucht aus dem Alltag, ein Anlass, sich monatelang im Voraus zu freuen. Und was tun wir? Wir könnten bequem per Mausklick eine Komplettlösung buchen, aber wir wollen nur das Beste und wir wollen es so billig wie möglich. Also wird gesucht und verglichen... Und schon ist wieder ein halber Tag weg. Dinge wie Lesen oder Musikhören erledigen wir auf dem Weg zur Arbeit per Hörbuch oder mp3, Zeit effizient nutzen, sonst könnten wir im Stau ja ungeduldig werden. Und im Urlaub muss es dann so richtig zur Sache gehen - schließlich ist das die schönste Zeit des Jahres! Intensiver wird unsere Erfahrung durch dieses Multitasking und durch unsere hohen Ansprüche nicht. Im Gegenteil: das Leben wird noch schneller und noch flacher.

Manche sehnen sich angesichts der permanenten Informations- und Reizüberflutung nach einer Rückzugsmöglichkeit, einer Oase der Stille. Oft hören wir Sätze wie: "in ein buddhistisches Kloster gehen - das wär's!" Natürlich kann das eine gute Sache sein. Für einen begrenzten Zeitraum sorgt die Autorität des Klosters für Schutz. Man DARF ja gar nicht arbeiten. Ein anderer übernimmt die Verantwortung für die Auszeit. Aber sobald man wieder draußen ist, geht der Stress von vorne los. Ob ein zeitweiliger Rückzug aus dem Alltag wirklich die ersehnten Änderungen bewirkt, hängt davon ab, ob der Teilnehmer neue Verhaltensweisen in seinen Alltag integrieren kann. Dazu braucht es kein Kloster. Eigentlich genügt eine bewusste und klare Entscheidung. Aber das kann dauern... Und so kommt mitunter eine Krankheit zuvor. Ein Krankenhausaufenthalt übernimmt die Rolle der geschützten, klösterlichen Umgebung, verschafft die Auszeit mit Arbeits- und Handyverbot. Wenn der Körper den Not-Aus-Schalter betätigt, ist "Alarmstufe rot". Muss es wirklich so weit kommen?

  • Wann hast du zuletzt ganz bewusst Musik gehört, ohne dabei eine zweite Tätigkeit zu verrichten?
  • Nimmst du deine Mahlzeiten bewusst ein, oder nebenbei, während du fernsiehst, arbeitest oder in der U-Bahn sitzt?
  • Wie viel Zeit verbringst du am Tag mit SMS oder ähnlichen Kommunikationsmitteln und wie bewusst bist du dabei?
  • Kannst du einen Tag - eine Woche - ohne Telefon/Computer auskommen?
  • Was tust du, um die Menge an Reizen zu reduzieren?
  • Hast du bestimmte Zeiten am Tag oder Tage in der Woche, die nur für dich reserviert und frei von Pflichten sind?
  • Planst du Pufferzeiten in deinem Kalender ein, für ungeplante Aufgaben & Situationen?
  • Wie viele reale Freunde hast du, die du regelmässig triffst?
  • Wie viele Stunden Schlaf gönnst du dir?

Thomas trifft bei seinen Vorträgen und Seminaren immer wieder Menschen, die nur knapp am Not-Aus-Schalter vorbei gekommen sind. Rechtzeitig Warnsignale erkennen und darauf reagieren: darum geht es in seinem dreistündigen Vortrag, den er in verschiedenen Unternehmen erfolgreich präsentiert hat. Wenn das etwas für dich oder deine Firma wäre, dann kannst du hier nachlesen, worum es geht.

 

Mit den besten Wünschen für eine störungsfreie und erholsame Zeit

 

Jacqueline und Thomas

 


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Lebenskunst-Echo

 

Immer noch kein Schnee von gestern - der Winter findet in diesem Jahr kein Ende. Ihre Erlebnisse hat Jacqueline im Foto-Blog dokumentiert. Hier geht es zu
Fräulein Smillas Welt.


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Neues von der Denglisch-Front

 

Wir sind so umzingelt vom Marketing-Wahn, dass wir es schon gar nicht mehr bemerken. Um es noch einmal zu betonen: wir haben prinzipiell nichts gegen englische Begriffe. Unsere Sprache hat immer schon Fremdwörter aufgenommen, mal waren es lateinische Lehnwörter, mal französische oder russische. Aber müssen wir deshalb Wellness Flakes essen oder uns mit heavenly vanilla Body Smoothern duschen?

 
     

Zugegeben: ein ordinäres Desinfektionsmittel würde keiner so gerne hernehmen, aber wenn es den healthy touch hat, vergisst man ganz leicht, worum es eigentlich geht. Wenn du das nächste Mal einkaufen gehst, dann schau mal auf die Verpackungen. Vielleicht machst du ein kreatives Spiel daraus und erfindest eigene Wortschöpfungen.
Wir finden: ein Zimtino sollte dann gefälligst Cinnamontino heißen. Und wir bedauern alle Kinder, die rote Ohren bekommen, wenn sie von ihren Freunden in der Schule unter Gelächter erfahren, dass der Begriff "Puff" unterschiedliche Bedeutungen haben kann.

Fürs Berufsleben sehr wertvoll: der Artikel Englisch für Angeber

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Lesen und anschauen

Dr. Eckart von Hirschhausen

Glück kommt selten allein

Nicht neu, aber trotzdem ein sehr schönes Buch, das wir wärmstens weiter empfehlen können.

Besonders schön ist auch das kurze Video bei Youtube, aus dem Bühnenprogramm "Gutenachtgeschichten", in dem es nicht nur um einen Pinguin geht.

 

 


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Und dann war da noch...


Postalische Ehrenrettung

Das World Wide Webb macht viele User,
je mehr es wächst, umso konfuser.
Da unentwegt die Worte wabern,
steigt die Gefahr, doof mitzulabern.
Wobei schon hundertvierzig Zeichen reichen
für Gequassel ohnegleichen.

Aus diesem Grund läuft manches schief.
Da lob ich mir doch einen Brief:
Hier merkt der Mensch vor leerem Blatt,
wie wenig er zu sagen hat.
Zum Glück zwingt Fehlen eigener Gedanken
uns in erfreulich enge Schranken

Der Adressat wird es stets danken.

aus: KarlHeinz Karius Worthupferl, Februar 2010

Danke für deine Aufmerksamkeit!

 

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Der Lebenskunst-Newsletter ist die Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
ISSN 1617-7282

 

Er ist ein gemeinsamer Service von

www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de

und erscheint 8-10 x im Jahr mit kurzen Zitaten,

Gedankenimpulsen, TV-Tipps, Aufgelesenem, Humor und/oder Buchtipps.

Weiterleitung ist erwuenscht. Unsere Texte duerfen ohne Rueckfrage

verwendet und zitiert werden, wenn der Lebenskunst-Newsletter als

Quelle mit angegeben wird.


 

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