Ich kann mir vorstellen,
dass unsere Welt in zehn Jahren
völlig anders aussieht als heute.


Alexander Voigt, Younicos AG


Liebe Lebenskünstlerin, lieber Lebenskünstler,

 

fliegen sie oder fliegen sie nicht?


Fast eine Woche Flugverbot in Europa, das war schon ein bemerkenswerter Ausnahmezustand. Und es ist noch nicht vorbei. Von einem Tag zum anderen wirbelt ein kleiner Vulkan mit seiner Aschewolke das Leben von Tausenden von Menschen komplett durcheinander. Menschen sitzen auf Koffern, ohne zu wissen, ob oder wann sie da, wo sie hin wollten, wirklich ankommen werden. Geplatzte Geschäftstermine, verpatzte Flitterwochen, der Urlaub ausgefallen, Unbequemlichkeiten gehabt, Geld verloren - vielleicht sogar noch mehr. Und das Gemeinste: man kann nicht mal auf jemanden sauer sein. Einem Vulkan ist es herzlich egal, ob sich jemand aufregt. Deshalb nennt man das auch "höhere Gewalt".

Natürlich gab es bald die üblichen Schuldzuweisungen. Diesmal mussten die Luftfahrtbehörde, die Fluglinien, die Triebwerkshersteller und die Politiker ausmachen, wer am Ende den schwarzen Peter behalten würde. Immerhin: plötzlich gibt es verbindliche Grenzwerte für Aschekonzentrationen... die wahrscheinlich noch keiner wirklich ausgetestet hat. Aber sei's drum. Die Sache mit dem Eyjafjallajökull hat uns wieder einmal gezeigt, wie verletzlich unsere hoch moderne, vernetzte und ach so mobile Welt doch ist, und dass der Mensch weit davon entfernt ist, die Natur zu beherrschen. Jede Störung im System ist schmerzhaft, aber auch ein wichtiger Hinweis, dass wir nicht alles für so selbstverständlich halten dürfen, nur weil es (meistens) reibungslos funktioniert.

Meist bemerken wir das Selbstverständliche gar nicht, weil es immer da ist:

 

Es ist normal, dass wir Strom haben.

Es ist normal, das Wasser aus dem Wasserhahn kommt.

Es ist normal, dass die Scheckkarte an der Supermarktkasse funktioniert.

Es ist normal, dass wir an der Tankstelle Benzin bekommen.

Es ist normal, dass wir am Imbißstand einen Döner kaufen, oder irgend etwas anderes.

Was aber, wenn nicht?

 

Wie reagierst du in Ausnahmesituationen?

Viele Menschen sind nach dem Flugverbot aktiv geworden und haben spontan Fahrgemeinschaften gegründet. Andere haben gewartet. Wieder andere hatten einfach Glück: sie waren nicht betroffen. In Ausnahmesituationen können Gefühle schneller "überkochen" - es zeigt sich aber auch oft eine besondere Hilfsbereitschaft.

Was hast du erlebt?

 

Wenn etwas völlig daneben geht: Wie verarbeitest du Enttäuschungen?

Und: Wie gut kannst du mit Ungewissheit umgehen?

 

In unserem "inneren System" sind wir fortwährend auf die Zukunft oder auf die Vergangenheit ausgerichtet. Wir wollen nach xy reisen, und wenn der Flug ausfällt, knirscht es in diesem System. Manche Menschen können sehr schnell umschalten und machen neue Arrangements. Dann eben keine Flugreise, sondern eine Woche Balkonien. Sich mit dem anzufreunden, was JETZT ist, und die Strategie auf das auszurichten, was JETZT getan werden kann, ist gesünder, als sich tagelang schwarz zu ärgern. Wenn man dauernd darüber nachdenkt, was man dort alles verpasst, verpasst man schon wieder das, was sich HIER und JETZT ereignet.

 

Wir wünschen dir eine störungsfreie Zeit mit all dem, was so selbstverständlich ist...

 

Jacqueline und Thomas

 


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Lebenskunst-Echo

 

Liebes "Lebenskunst-Team",

da musste ich doch ein wenig schmunzeln über den letzten Rundbrief. Es wird berichtet über Informations- und Reizüberflutung und dann gibt es auch in dieser E-Mail eine Fülle von Zusatzinformationen, Angeboten, Links ... und noch ein Gedicht ...

Für mich ist dies auch eine Informationsflut, die dem eigentlichen Rundbrief dann auch nicht mehr gerecht werden kann. Dennoch lese ich ihn weiter - aber nur den eigentlichen Rundbrief!

Herzliche Grüße
Brigitte aus Münster

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Liebe Brigitte, da ist was dran (das haben wir dir auch schon gemailt).

Was "Tante Erna" und die Hinweise zum Newsletter-Pool betrifft, siehe unser
Rundbrief vom Juli letzten Jahres
mit der Leser-Umfrage

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Vom Guten des Schlechten

Ein Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora im April 1815 war dafür verantwortlich, dass der Karlsruher Karl Drais das Zweirad erfand. Der Ausbruch war so gewaltig, dass sich 3 Tage der Himmel verdunkelte und zig Tausende Menschen starben. Auch Europa blieb nicht verschont. Staubteilchen gelangten über die Luft hierher. Ernteausfälle und Hungersnot waren die Folge. Das Sterben von Pferden verringerte die Mobilität der Menschen.

Der Forstmann und Erfinder Karl Drais (1785–1851) entwickelte darauf hin eine Laufmaschine, die Draisine: Zwei hintereinander stehende Räder, verbunden durch eine Stange, mit einem Sitz und einem Stützbügel für die Arme. Ein Läufer stieß das Rad mit seinen Füßen an und war damit 3-mal schneller als ein Fußgänger. 1816 stellte Drais seine Erfindung vor.

Welche neuen Erfindungen wird uns der Eyjafjallajökull bescheren?
Wenn du eine Idee hast, dann teile sie uns mit :-)

Wer den Vulkan beobachten möchte, kann sich alle 10-20 Sekunden von einer isländischen Internetkamera ein neues Bild anzeigen lassen.


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Und dann war da noch...

Hans Swist, der uns dieses Foto zuschickte:


Danke für deine Aufmerksamkeit!

 

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Der Lebenskunst-Newsletter ist die Fortführung des betrachtenswert-Newsletters
ISSN 1617-7282

 

Er ist ein gemeinsamer Service von

www.zenkreis.de und www.betrachtenswert.de

und erscheint 8-10 x im Jahr mit kurzen Zitaten,

Gedankenimpulsen, TV-Tipps, Aufgelesenem, Humor und/oder Buchtipps.

Weiterleitung ist erwuenscht. Unsere Texte duerfen ohne Rueckfrage

verwendet und zitiert werden, wenn der Lebenskunst-Newsletter als

Quelle mit angegeben wird.


 

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