Zen - Kraft aus der Mitte


Thomas Kabierschke

Zazen ist eine Meditationstechnik des japanischen Zen-Buddhismus. Sie folgt einem festen Ablauf und streng formellen Ritualen. Zazen wird im Sitzen und in Stille ausgeübt, um Körper und Geist zur Ruhe zu bringen. Im Zentrum der Übung steht die Achtsamkeit. Die regelmäßige Praxis des Zazen führt zu mehr Gelassenheit und Ruhe, Stress im Alltag ist besser zu bewältigen, auch Entscheidungen können souveräner getroffen werden. Die Wirksamkeit der Meditation wird seit vielen Jahren auch wissenschaftlich untersucht. Dazu gab es auch einen Beitrag in der Sendung W wie Wissen (ARD).

Während des Zazen wird der Körper nicht bewegt. Da die ungewohnte Sitzhaltung und die Stille mindestens 20 Minuten lang durchgehalten werden müssen, stellt das Zazen vor allem zu Beginn hohe Anforderungen an die Übenden.

Geleitet werden unsere Übungsabende von Zen-Meister Thomas Kabierschke (Shin Sho Sensei). Hier erfahren Sie mehr über den Ablauf der Zen-Meditation.

Was Sie wissen sollten...

Der Begriff Zen ist in der Werbung zu einem Modewort geworden, was immer wieder zu Missverständnissen führt. Zen ist praktizierter Buddhismus und kein Wellness-Programm. Insbesondere die japanische Form der Zen-Übung, die wir durchführen, ist von Ritualen und strengen Formen geprägt. Sie erfordert daher ein gewisses Maß an Disziplin, und eignet sich nur für Menschen, die bereit sind, an sich zu arbeiten. Vorkenntnisse des praktischen Za-Zen sind nicht erforderlich, aber Sie sollten zumindest wissen, was Zen bzw. Zazen bedeutet, und was Sie erwartet: zweimal 30 Minuten stilles, d.h. regungsloses Sitzen.

Als Lektüre für alle Interessierten empfehlen wir das Buch Der leere Spiegel von Jan-Willem van de Wetering.