Unsere Traditionslinie

Der ZEN-Kreis München ist ein ZENtrum des Rinzai-Zen-Buddhismus unter Leitung von Shin Sho Sensei, Thomas Kabierschke. Es gehört zum Hoko-ji Kloster in der Nähe von Hamamatsu, Japan. Zur Traditionslinie, des von Oi Saidan Roshi geleiteten Hokoji-Tempels gehören 16 weitere Regionalgruppen in Deutschland.

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Oi Saidan Roshi
Oi Saidan Roshi (1915 - 2018)
studierte Philosophie an der Universität von Kyoto, wo er 1940 seinen Abschluss machte.

Danach lehrte er Zen-Philosophie als Professor an der buddhistischen Hanazono-Universität in Kyoto. Er war 15 Jahre lang Abt des Manju-ji Sodo in Oitakan (Hauptkloster der Tofuku-ji Schule), danach Abt im Tokai-an im Myoshin-ji, Kyoto, und 83. Rinzai-Patriarch.

Ab Oktober 1990 lebte er im 1363 gegründeten Hoko-ji Tempel und wurde im darauffolgenden Jahr Kanshosan (oberster Abt) der Hoko-ji Schule.

Von 1982 bis 1987 hielt Oi Saidan auch Sesshin in Deutschland. Zuletzt war er während der EXPO 2000 im Lebensgarten Steyerberg und in Hannover. Seine Offenheit gegenüber dem Westen ist maßgeblich durch sein Studium der europäischen Kultur und Philosophie bedingt, so beschäftigte er sich u.a. mit Kant und Nietzsche.

Geleitwort von Oi Saidan Roshi

Entwickle das Heilsame und läutere Deinen Geist! Das ist Buddhismus, das ist auch der Kernpunkt des Zen. Zazen üben heißt, den Geist reinigen, leermachen, nicht denken. Das Hannya Shingyo, das Herzstück der Lehre des Buddha, sagt: "Form ist Leerheit, Leerheit ist Form. Leerheit ist nicht verschieden von Form, noch ist Form verschieden von Leerheit." Der Himmel, die Erde und Du, Ihr habt dieselbe Wurzel. Alle Wesen, alle Dinge haben die Buddhanatur. Es ist so, wie Dogen Zenji sagt: "Den Buddhaweg zu gehen bedeutet, sich selbst zu erfahren; sich selbst erfahren heißt, sich selbst vergessen. Sich selbst vergessen ist, sich selbst wahrnehmen - in allen Dingen, von allen Dingen erleuchtet werden." Der rechte Weg ist nicht schwer zu beschreiten: Mache Dich nur frei von aller eitlen Wahl zwischen Zweierlei und hafte nicht an den Dingen, die am Wegesrand liegen.